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TSG Reutlingen Report 2018-II

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42 INFORMATIVES REPORT

42 INFORMATIVES REPORT II/2018 REPORT II/2018 INFORMATIVES 43 INKLUSIV Mit Urkunde ausgezeichnet SCHNEESPORT UND TRIATHLON Die Glorreichen Vier Im Mannheimer Rosengarten wurden am 9. April die Sepp-Herberger-Urkunden verliehen. 15 Preisträger erhielten in den Kategorien Behindertenfußball, Resozialisierung, Schule und Verein, Fußball Digital sowie Sozialwerk die mit Geldund Sachpreisen dotierten Auszeichnungen. Auf Vorschlag des Württembergischen Fußballverbandes hat die TSG Reutlingen Inklusiv für ihre zahlreichen und ständig wachsenden Fußballaktivitäten bundesweit den zweiten Platz in der Kategorie Behinderten – Inklusionsfußball erreicht. Oliver Deutscher vom Württembergischen Fußballverband hatte die inklusive Abteilung zur Auszeichnung vorgeschlagen. In der Laudatio wurde besonders das große Angebot der Reutlinger Abteilung hervorgehoben, welches es möglich macht, dass vom Kinder – bis zum Seniorenalter Fußball gespielt werden kann. So ist der jüngste Fußballer acht, der älteste 63 Jahre alt. Auch Mädchen und Frauen können sich bei der TSG Inklusiv betätigen. Die intensive Kooperation mit der Schullandschaft, der Peter Rosegger-, Guttenberg- und Bodelschwinghschule, floss ebenso in die Bewertung ein, wie das weit über den Sportkreis hinausgehende Engagement zum Beispiel im Projekt PFIFF. Aber auch der traditionell seit vielen Jahren stattfindende Echaz-Cup trug mit zu diesem Ergebnis bei. Zwei Spieler der TSG haben es über das PFIFF – Projekt, in Kooperation mit dem VfB Stuttgart und dem WfV, darüber hinaus auch in den Kader der Landesauswahl der Fußballer mit mentaler Beeinträchtigung geschafft. Kim Laudage und Dr. Martin Sowa waren zur Verleihung nach Mannheim gefahren, um aus den Händen von Deutschlands Fußballidol: Uwe Seeler die Auszeichnung entgegenzunehmen. Zahlreiche Fußballgrößen hatten an diesem Abend ebenfalls den Weg in das Congresszentrum gefunden: Timo Hildebrand, Otto Rehhagel, Horst Eckel, Ottmar Hitzfeld, Reinhard Grindel als Präsident des DFB sowie viele weitere prominente Sportler aus der ganzen Bundesrepublik. Auch der Präsident des WFV: Matthias Schöck hatte es sich nicht nehmen lassen an der Veranstaltung mitzuwirken. Im Gespräch mit ihm schmiedeten Kim Laudage und Martin Sowa schon erste Pläne für die Zukunft. In weiteren Gesprächen mit einer Rottenburger Gruppe, Interessengemeinschaft Hämophiler e.V. und dessen Geschäftsführer Christian Schepperle, wurden Formen der Kooperation angesprochen, welche noch in diesem Jahr in eine Zusammenarbeit münden sollen. Die Verleihung der Sepp Herberger Urkunde war in einem großen feierlichen Rahmen einmal mehr Anerkennung und zugleich Beweis für die bundesweite Beachtung der Abteilung. Der erfolgreich beschrittene Weg der Abteilung soll auch für andere Vereine des Sportkreises Ansporn sein, dem Beispiel zu folgen inklusive Fußballangebote anzubieten. | Text: Dr. Martin Sowa | Foto: DFB – Regenerative Energien – Solarthermie – Geothermie – Bis zu 70% Kostenersparnis durch die kostenlose Nutzung der Solar- und Erdwärme – Unabhängig von Öl und Gas – Planung, Gutachten, Genehmigungsverfahren und Einbau aus einer Hand www.stenzel-shk.de Emil-Adolff Str. 7 72760 Reutlingen Tel. 0 71 21 / 9 36 10 Einen Tag vor seinem dreiundneunzigsten verstarb Willi Schwarz, sozusagen der letzte unserer Glorreichen Vier – in Anlehnung an einen großen Filmtitel. Die Vier waren Eugen Lutz, Rudi Stenzel, Helmut Dalm und Willi Schwarz. Nachdem der dortmalige Bezirkslehrwart Gustl Luz, vom SAV zur TSG übergetreten war, weil er glaubte, dass seine hochtalentierte Tochter Marianne in einem Sportverein zum Weiterkommen bessere Voraussetzungen finden würde. Sie fand es auch, sie wurde mehrfache Landesmeisterin und dritte bei den deutschen Jugendmeisterschaften. Da machte sich der Pfullinger Willi Schwarz mit seiner talentierten Tochter Eleonore ebenfalls zur TSG auf. Dahinter kam Sohn Walter, der sich zum Klassemann entwickelte. Das war in den sechziger Jahren noch erheblich schwieriger, es gab zwar viel mehr Schnee, die Piste musste man aber selbst treten und vorhandene Lifte ähnelten eher Heuaufzüge. Doch der Willi wusste sich zu helfen. In seinem Hanglagegrundstück hinterm Haus, hängte er Kabellampen auf und schon hatte er Trainingsmöglichkeiten geschaffen. Walter wurde mehrfacher Landesmeister und schaffte u.A. einen tollen dritten Rang bei den deutschen Jugend-Meisterschaften. Und Walter blieb naturverbunden, er ist ein sehr guter Gartengestalter. Vom TuS Honau kam Eugen Lutz, in dortmaligen Zeiten ein absoluter Skiexperte, mit seinem Sohn Willi, der im Land in der Spitze mitfuhr. Der Eugen suchte Hänge für die Skischule und für den Rennbetrieb und fand sie auch. Im Gestütsbereich hatten wir schon Gomadinger Pachtvertragsunterlagen aber zum Glück fanden wir bei Oberstaufen vorher ein geeignetes Haus für eine Hütte – was hätten wir auch mit zwei Immobilien tun sollen? Der Eugen baute in Lonsingen auch noch den unzerbrechlichen Strasserski und war ein sehr geselliger Typ vor allem wenn er seine Kriegshinterlassenschaft, sein Glasauge zum Einsatz brachte. Helmut Dalm kam aus Dettingen, war Leichtathlet beim SSV und war offensichtlich der Meinung, dass er mit seinen Buben zum Skirennen fahren, bei der TSG bessere Voraussetzungen haben würde, als beim DAV. Sie profitierten von ihrem Haus in Davos. Joachim, der spätere Zahnarzt, wurde durch eine Knieverletzung zurückgeworfen, Thomas wurde mehrfacher Landesmeister. Der Immobilienmakler heiratete mit der Baden-Baderin Inge Lang, die Baden-Württembergische Meisterin; das war auch kein Nachteil für die TSG. Und wenn’s finanziell klemmte, sprang Helmut ein. Aus dem Riesengebirge als Nordischer, kam Rudi Stenzel zur TSG und dann auch noch zur Skiabteilung. Nicht nur, dass er mit dreien anrückte, sie konnten auch noch mehrere Sportarten und auch noch sehr gut. Joachim war eher der gesellige Typ und das gehört einfach zum Skisport, aber er führte den elterlichen Sanitärbetrieb erfolgreich weiter, Margrit spielte beim MTV Stuttgart erstklassig Volleyball, beim Manne Wolf schwamm sie sehr gut, das Skifahren war aber offensichtlich am attraktivsten und so wurde sie fünffache Landesmeisterin und mit 27 Bezirkstiteln unsere Vereinsbeste. Udo, der Jüngste konnte das noch toppen, Bawü-Meister, neunfacher Landesmeister, mehrfacher FIS-Rennen Gewinner und er hätte auch ein guter Fußballer werden können. Und beruflich blieb er auch beim Skisport, er ist erfolgreicher Geschäftsführer von Völkl, der größten deutschen Skifabrik. Der Eugen, der Helmut, der Rudi und der Willi, also alle vier zusammen, fuhren bei den Bezirksmannschaftsmeisterschaften um den Seniorentitel mit, den sie zwar nie errangen, weil irgendeiner oder auch zwei ein Tor oder auch zwei ausgelassen hatten. Auf dem Hündle war es zu dieser Zeit auch nicht so einfach, da hatte es noch meterhoch Schnee, es gab entsprechende Kuhlen und laut Bernd Kühmes hatte man halt nicht und den Schneeraupenpark von heute gab es auch nicht. Aber es war eine Gaude oder neudeutsch saugeil. Die Vier mit ihren Familien waren ein wesentlicher Bestandteil, dass aus unserer Skiabteilung mehr wurde als eine Sportgruppe nach Breite und Spitze. Wenn wir mit rund 50 aktiven aller Altersklassen zu den Bezirksmeisterschaften anrückten, dann war der gesellschaftliche Aspekt wesentlich. | Walter Buchert

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