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TSG Reutlingen Report 2018-II

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2 REPORT

2 REPORT II/2018 EDITORIAL SPORTSZENE REPORT II/2018 3 „Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.“ Philip Rosenthal (1916 - 2001), deutscher Unternehmer und Politiker Liebe TSG’lerinnen, liebe TSG’ler, nun ist es bald soweit – das große Jubiläumswochenende steht vor der Tür! Alle wichtigen Informationen dazu finden Sie in diesem TSG Report. Ich hatte dieses Jubiläum ja zum Anlass genommen, über Vergangenes, Aktuelles und Zukünftiges zu schreiben – auch um aufzuzeigen, wie sich Sportvereine wandeln und verändern. Betrachtet man heute die Arbeit der Trainer, Abteilungsleitungen und des Vorstandes unserer TSG, so stellen sich viele dieser Menschen die Frage, wie wird eigentlich ein Sportverein heute wahrgenommen? Und wer schätzt eigentlich noch unsere ehrenamtliche Arbeit? Diese Fragen kommen auf, da wir uns immer mehr einer „Dienstleistungsmentalität“ gegenübersehen. Viele Menschen sind nicht mehr bereit, diese ehrenamtliche Arbeit zu unterstützen – sei es als „Fahrdienst“ am Wochenende, als Kampfrichter oder beim Sommerfest der Abteilung. Lieber wird mehr Geld dafür bezahlt, dass man sich aus diesen Tätigkeiten „herauskauft“. Zugleich wird erwartet, dass alles mit großer Professionalität abläuft, denn schließlich hat man ja bezahlt. Auch die Politik erwartet, dass das Ehrenamt im Sportvereine wichtige gesellschaftliche Themen bearbeitet. Die Themen Integration, Inklusion und Ganztagesschule sind Beispiele, womit sich Sportvereine in den letzten Jahren beschäftigen „mussten“. Und dies in einem finanziellen Rahmen, der hauptamtliche Mitarbeit kaum ermöglicht. Die gesamte Sportförderung der Stadt Reutlingen (für rund 70 Sportvereine in Reutlingen) ist annähernd so hoch, wie die Zuschüsse für ein(!) Museum in unserer Stadt. Und für die Zuwächse in dieser Sportförderung musste das Ehrenamt kräftig kämpfen! Zugleich werden wir von anderen Institutionen behandelt wie professionelle Unternehmen. Regelmäßige Steuerprüfungen, Datenschutzverordnung, Vertragswesen, Verbandsabgaben und Förderrichtlinien sind Themen, die beinahe täglich auf den Schreibtischen der TSG Vorstände, Abteilungsleitungen und Mitarbeiter liegen. Und dabei geht es uns in der TSG noch gut, denn wir haben die Möglichkeit, mit festangestellten Mitarbeitern das Tagesgeschäft zu bewältigen. Als Arbeitgeber bieten wir rund 20 Menschen einen sicheren Arbeitsplatz – nur so lassen sich TSG Inklusiv, die TSG Rasselbande, das TSG Provital, die TSG Rehasport-Angebote, usw. betreiben. Zugleich müssen diese Bereiche wirtschaftlich erfolgreich sein, denn sie finanzieren sich quasi selbst – ja sorgen dafür, dass wir uns ein Sportgelände leisten können, wie wir es im Ringelbach haben. Ohne Sponsoren und unsere Partner wäre dies noch viel schwerer möglich. Doch solch ein Partnernetzwerk von rund 35 Unternehmen muss betreut werden: regelmäßige Netzwerktreffen, regelmäßiger Austausch und gegenseitige Unterstützung festigen solche Partnerschaften – doch dies kostet Zeit und Engagement. Wenn ich diese Zeilen so lesen, könnte man schon beinahe verstehen, warum viele Menschen heute nicht mehr in einem Sportverein engagiert sind – sind doch zu viele Themen zu bearbeiten und viel Verantwortung zu erbringen. Und doch haben wir sie in unsere TSG – Menschen, die mehrfach wöchentlich als Trainer und Betreuer unsere Kinder und Jugendliche auf ihrem sportlichen Weg unterstützen; Abteilungsleitungen, die sich vom Formalismus nicht entmutigen lassen und versuchen ihre Sportart weiter voran zu bringen und dabei zeigen, dass es Spaß machen kann, sich ehrenamtlich zu engagieren. Oder unsere Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle, im Provital oder in der TSG Inklusiv Abteilung – sehr engagiert entwickeln sie die TSG weiter und sorgen für einen reibungslosen Ablauf der Tagesgeschäfte. Und auch meine Vorstandskollegen, die trotz sehr großer beruflicher Belastung bereit sind, für das „Unternehmen TSG Reutlingen“ Verantwortung zu übernehmen. Dafür ein ganz herzliches DANKESCHÖN! Und dabei werden Werte wie Gemeinschaft, Fairness oder Achtsamkeit ebenso beachtet, wie Zahlen und Fakten. Ja genau, der Sportverein ermöglicht es, beide Pole zu erleben. Und dabei täglich zu versuchen, besser zu werden. All diese Facetten der TSG werden Sie an unserem TSG Festwochenende am 14./15. Juli erleben, wenn wir gemeinsam unser Jubiläum feiern! Zwanglos, aber in einem schönen Rahmen, mit ein wenig „Offiziellem“ und viel gemeinsamer Bewegung – gemäß unserem TSG Motto: Im Namen des Vorstandes lade ich Sie und Euch ganz herzlich zu diesem Festwochenende ein und freue mich sehr auf all die gemeinsamen Schritte, die uns besser machen, um weiterhin gut zu bleiben! Tom Bader 1. Vorsitzender

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