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TSG Report 2018-III

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2 REPORT III/2018 EDITORIAL SPORTSZENE REPORT III/2018 3 Wir hätten sollen … das ist ein nachdenkliches Wort. Wenn ich es auf meinem Gedankenklavier, der Schreibmaschine anschlage, klingt es lange nach – es ist fast wie ein Thema, das mit vielen Variationen gespielt werden kann. Wir hätten sollen … Kurt Tucholsky Liebe TSG’lerinnen, liebe TSG’ler, eigentlich sollte dieses Vorwort dazu dienen, die Zukunft großer Sportvereine zu skizzieren, doch schon seit dem Jubiläumswochenende frage ich mich, fragt sich der gesamte TSG Vorstand: "Was hätten wir denn anders machen sollen?" Und eine passende Antwort fällt uns nicht wirklich ein! Doch der Reihe nach: Seit dem Sommer 2017 hat sich ein Kreis von ca. 10–15 Personen immer wieder getroffen, um das 175-jährige Jubiläum der TSG Reutlingen vorzubereiten. Unzählige Stunden wurden in dieser Arbeitsgruppe, die auch für alle Abteilungen ein Einbringen ihrer Interessen ermöglichte, geleistet, um vor allem unseren TSG Mitgliedern ein schönes Festwochenende zu gestalten. Wir wollten ein Fest der Bewegung, des Begegnens, der gemeinsamen Freude. Locker, leicht, beschwingt – ohne steifen Rahmen. • Unsere Mitarbeiter haben im Vorfeld, während des Festwochenendes und auch danach weit über das geforderte Maß hinaus zugepackt und sich eingebracht. Dafür ein ganz herzliches Dankeschön! • Unsere Sponsoren und Partner haben sich sehr großzügig gezeigt und uns mit Waren, Wissen und Geld unterstützt. Zudem nutzten einige Partner auch das Festgelände zur Präsentation ihrer Unternehmen. Dafür ganz herzlichen Dank – es ist wirklich bemerkenswert, welch klasse Partner die TSG Reutlingen mittlerweile hat! • Das Marketing für diese Veranstaltung war wirklich gelungen – sei es die entsprechenden Vorberichte im TSG Report, sei es die tolle GEA Beilage einige Tage vor dem Jubiläumswochenende, seien es die tollen Plakate und Flyer, gestaltet durch unsere langjährige Agentur kc-design. • Unser Festgelände war wirklich fantastisch hergerichtet. Hier gilt der Dank vor allem der Firma Garten Moser, die von Freitag bis Montag alles dafür getan hat, uns ein Gelände zu richten, auf dem es sich besser hätte nicht feiern lassen können. Die Bilder in diesem Report zeigen dies mehr als deutlich. Dazu wurde sowohl der Aufbau als auch der Abbau durch zahlreiche ehrenamtliche Helfer aus einigen wenigen Abteilungen toll unterstützt – DANKE! • Und letztendlich spielte auch noch das Wetter mit! Was also hätten wir anders machen sollen – denn am Samstagabend waren statt der erwarteten 1500 Menschen nur rund 200 Gäste bei unserem Jubiläumsfest? Und davon auch noch rund 70 TSG’ler, die als Helfer eingeteilt waren. Dieses „Ergebnis“ macht uns im Vorstand der TSG sehr nachdenklich, ja traurig. Es mag einige Gründe geben, dass so viele Vereinsmitglieder und Gäste nicht gekommen sind – die "kurzfristig" geplante Reutlinger Live Nacht in der Stadt an erster Stelle, zahlreiche andere Feste in der Umgebung, das kurzfristig drohende Gewitter – doch die große Frage, die wir uns stellen ist: warum schaffen wir es nicht, wenigsten 25 % der eigenen Mitglieder zu diesem Event zu bewegen? Und diese Frage ist dann doch wieder der Einstieg in das ursprünglich angedachte Thema dieses Vorworts – der Großverein in der Zukunft. Werden städtische Großvereine in Zukunft nur noch reine Dienstleister sein? In denen sich die Mitglieder nicht gebunden fühlen, sondern nur noch die Angebote „herauspicken“ die ihnen gefallen? Wird dies alles nur noch mit hauptamtlichen Mitarbeitern zu leisten sein? Und gehen dabei wichtige Werte wie Gemeinschaft, Zusammenhalt, Fairness, Vertrauen… verloren (in einer Gesellschaft, die sich gerade jetzt wieder auf solche Werte besinnen sollte!)? Ich bin ganz ehrlich – ich weiß es nicht wohin wir mit der TSG Reutlingen in Zukunft steuern. Die nächsten Wochen und Monate werden wir sicher dazu nutzen, uns in vielen Gesprächen, Workshops und Sitzungen darüber Gedanken zu machen und Antworten zu finden. Schließen möchte ich mit einem Zitat des ehemaligen amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy: "Frage nicht was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst!" – in etwas abgewandelter Form könnte dies ja sehr wohl auch für unsere TSG gelten. Ich würde mich freuen, wenn sich viele TSG'ler die Frage stellen, was sie für die TSG tun können – wir werden uns fragen, was wir noch mehr für die Mitglieder tun können! Mit sehr nachdenklichen Grüßen Tom Bader 1. Vorsitzender

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